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Burgberg über der Moldau

Vyšehrad: Basilika, Ehrenfriedhof und Festungsmauern über der Moldau

Der zweite Burgberg Prags liegt im Süden der Neustadt auf einem Felsen über dem Fluss. Das Gelände ist frei zugänglich, ruhiger als die Prager Burg und hat einen der schönsten Blicke auf die Stadt.

  • Gelände ganzjährig frei zugänglich
  • Gräber von Dvořák, Smetana und Mucha
  • Kasematten mit Originalstatuen der Karlsbrücke
  • Metro C bis Station Vyšehrad

ab50,00 €pro Person

Führung mit Tickets ansehen
Bewertung 4,5 von 54,5
140 Bewertungen
Buchung über GetYourGuide
Basilika St. Peter und Paul mit ihren zwei Türmen auf dem Vyšehrad-Felsen über der Moldau, im Vordergrund Ruderboote

Was dich auf dem Vyšehrad erwartet

Der Vyšehrad (wörtlich „hohe Burg“) ist heute ein Park mit Festungsmauern, einer Kirche, einem Friedhof und unterirdischen Gängen. Burg und Paläste gibt es nicht mehr. Das Gelände ist das ganze Jahr frei zugänglich, ohne Ticket. Eintritt kosten nur die Basilika, die Kasematten und die Ausstellung.

Viele Prager kommen zum Spazierengehen, Lesen und Picknicken hierher. Auf der Festungsmauer läufst du hoch über der Moldau entlang und schaust weit über die Stadt. Die Führung „Das Beste vom Vyšehrad“ des Betreibers dauert 60 bis 80 Minuten; auf eigene Faust mit Basilika und Friedhof plane mindestens so viel Zeit ein.

Wenn du dich für die Geschichte interessierst: Die Burgstätte entstand laut Prague City Tourism um die Mitte des 10. Jahrhunderts. Der erste böhmische König Vratislav residierte hier und gründete das Kapitel. Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde der Vyšehrad zur Barockfestung umgebaut, im 19. Jahrhundert zum nationalen Symbol der Tschechen. Zu diesem Bild gehören die Sagen um Fürstin Libuše und das Pferd Šemík, das mit seinem Reiter Horymír vom Felsen gesprungen sein soll.

Ausblick von der Festungsmauer des Vyšehrad auf die Moldau und Prag
© Linda_K / Shutterstock.com

Was frei ist und was Eintritt kostet

Alle Preise in CZK, Stand Oktober 2026. Die Kasematten sind online etwas günstiger als an der Kasse.

ZielEintrittÖffnungszeiten
Gelände, Parks, Festungsmauerfreiganzjährig zugänglich
Vyšehrader Friedhofkein Eintritt angegebenNov.–Feb. 8–17 Uhr, März–April 8–18 Uhr, Mai–Sept. 8–19 Uhr, Okt. 8–18 Uhr
Basilika St. Peter und Paul130, ermäßigt 70, Familie 250April–Okt. Mo–Di 10–18, Mi–Fr 10–17:30, Sa 10–18, So 11–18 Uhr; Nov.–März Mo–Sa 10–17, So 11–17 Uhr
Kasematten und Gorlice (Führung)330 (online 295), Kinder 6–15: 165, Studierende und ab 65: 250feste Termine, Tickets im Infozentrum oder online
Ausstellung im Pulverhaus190 (online 170), Kinder 6–15: 95im Gorlice-Ticket enthalten
Rotunde St. Martinnur nach telefonischer Anmeldungnicht regulär geöffnet
Öffentliche Toiletten20täglich 10–18 Uhr

Quellen: praha-vysehrad.cz und prague.eu. In die Basilika kommst du gratis, wenn du nur beten willst, ebenso Kinder unter 7. Während der Messe sind keine Besichtigungen möglich.

Die Basilika St. Peter und Paul

Die Kapitelkirche gründete Vratislav in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts, nach dem Vorbild der römischen Kirche St. Peter und Paul. Über die Jahrhunderte wurde sie mehrfach umgebaut. Ihr heutiges neugotisches Aussehen mit den beiden 58 Meter hohen Türmen stammt vom Architekten Josef Mocker, abgeschlossen wurde der letzte Umbau 1903. Seit 2003 trägt sie den Titel Basilica minor.

Innen ist die Kirche vollständig mit Jugendstilmalereien ausgemalt, mit Ornamenten und Szenen aus den Anfängen des tschechischen Staates. Sehenswert sind das gotische Tafelbild der Vyšehrader Madonna und der romanische Sarkophag des heiligen Longinus. Um den Valentinstag stellt das Kapitel ein Reliquiar mit Reliquien des heiligen Valentin aus. In der Schatzkammer zeigt eine Ausstellung Schmuck und Textilien des Kapitels.

Jede volle Stunde von 11 bis 21 Uhr spielt das Glockenspiel im linken Turm. Im Repertoire sind fast 50 Lieder, von Klassik bis Volkslied.

Neugotische Basilika St. Peter und Paul auf dem Vyšehrad mit ihren zwei spitzen Türmen
© Catarina Belova / Shutterstock.com

Friedhof und Slavín

Neben der Basilika liegt der Vyšehrader Friedhof, einer der bedeutendsten Friedhöfe Prags. Seine heutige Form bekam er 1869, auf Anregung von Propst Václav Štulc wurde er zum nationalen Ehrenfriedhof. Arkaden nach italienischem Vorbild umgeben ihn, die Grabmäler machen ihn zu einer Galerie der Bildhauerei. Der Eingang liegt links von der Basilika.

Hier liegen unter anderen die Komponisten Antonín Dvořák und Bedřich Smetana, der Maler Alfons Mucha, die Schriftsteller Karel Čapek, Božena Němcová, Jan Neruda und Karel Hynek Mácha, die Sängerin Ema Destinnová und der Nobelpreisträger Jaroslav Heyrovský.

Am Ostende steht der Slavín, ein Gemeinschaftsgrab für herausragende Persönlichkeiten, gebaut 1889 bis 1893 nach Entwurf von Antonín Wiehl. Über dem Sarkophag beugt sich der geflügelte Genius der Heimat. Als Erster wurde hier 1901 der Dichter Julius Zeyer beigesetzt. Bitte bedenke: Der Friedhof ist in Betrieb. Sei leise und mach keine Fotos von Trauernden.

Weg zwischen Gräbern auf dem Vyšehrader Friedhof mit Denkmal und Bäumen
© Maks Ershov / Shutterstock.com

Kasematten, Rotunde und Gärten

Kasematten und Gorlice

Beim Ausbau zur Festung entstanden mehr als ein Kilometer unterirdische Gänge in vier Abschnitten. Die Führung „Kasematten zur Gorlice“ startet am Ziegeltor (Cihelná brána) von 1849 und endet in der Gorlice, dem größten unterirdischen Saal im historischen Prag. Dort stehen sechs barocke Originalstatuen von der Karlsbrücke. Dauer 45–60 Minuten, Führung auf Tschechisch und Englisch, Audioguide in weiteren Sprachen.

Rotunde St. Martin

Die romanische Rundkirche aus der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts ist die größte erhaltene Rotunde Prags. Über dem Portal steckt eine Kanonenkugel, die an die preußische Belagerung 1757 erinnert. Innen nur zu Gottesdiensten oder nach Anmeldung.

Königsbezirk

Wo früher die Burg stand, ist heute das Zentrum des Parks. Hier stehen die Skulpturen von Josef Václav Myslbek zu tschechischen Sagen. Den weitesten Blick hast du an der Prachárna und am Šemík-Sprung auf der Mauer.

Štulc- und Karlach-Garten

Im Štulc-Garten steht die barocke Reiterstatue des heiligen Wenzel, die früher auf dem Wenzelsplatz stand. Im Karlach-Garten liegt die Teufelssäule, um die sich eine eigene Sage rankt. Zusammen haben die Vyšehrader Parks rund 8 Hektar.

Führungen auf dem Vyšehrad

Auf eigene Faust kommst du gut zurecht, der Betreiber bietet auch eine kostenlose Audioguide-App an. Wer Kasematten und Basilika mit Erklärung sehen will, bucht eine Führung mit Tickets. Beide Touren unten laufen auf Englisch, eine deutschsprachige Führung haben wir für den Vyšehrad nicht gefunden.

Vyšehrad mit Gorlice

Vyšehrad mit Gorlice

4,5 · 140 Bewertungen

⏱ 2,5 Stunden🗣 Englisch

Laut Anbieter: Treffpunkt am Brunnen vor dem Nationalmuseum, dann mit der Metro zum Vyšehrad. Enthalten sind Metroticket, Eintritt in die Basilika und in die Kasematten mit Gorlice sowie ein Guide. Sprache Englisch. Kostenlos stornierbar bis 24 Stunden vorher.

ab 50,00 €

Details & Buchung
Burg und Festung Vyšehrad

Burg und Festung Vyšehrad

4,9 · 52 Bewertungen

⏱ 2,5 Stunden🗣 Englisch

Laut Anbieter: Treffpunkt an der Statue Karls IV. am Altstädter Ende der Karlsbrücke, Fahrt mit der Tram. Enthalten sind Tramticket, Eintritt in die Basilika, ein Getränk und ein englischsprachiger Guide. Nicht geeignet für Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Kostenlos stornierbar bis 24 Stunden vorher.

ab 38,25 €

Details & Buchung

Anfahrt mit Metro und Tram

Das Gelände ist eine Fußgängerzone. Komm deshalb mit öffentlichen Verkehrsmitteln:

  • Metro C bis zur Station Vyšehrad. Von dort gehst du am Kongresszentrum vorbei durch das Tábor-Tor und das Leopoldstor ins Gelände. Dieser Weg ist laut Prague City Tourism auch der barrierefreie Zugang.
  • Tram bis Výtoň an der Moldau (Linien 3, 5, 7, 17) und dann zu Fuß den Hang hinauf.
  • Tram bis Albertov (Linien 2, 7, 18, 24) und von dort zu Fuß bergauf ins Gelände.

Wer mit dem Auto kommt, parkt in den gebührenpflichtigen Zonen, etwa 300 Meter vor den Eingängen. Mit dem Fahrrad, Roller oder Inlineskates darfst du im Areal nicht fahren. Hunde gehören an die Leine. Alles zu Tickets und Linien: Nahverkehr in Prag.

Tipps für deinen Besuch

Den weitesten Blick hast du auf der Mauer über der Moldau. Für Fotos der Basilika vom Fluss aus geh zur Uferpromenade unterhalb des Felsens, zum Beispiel an der Tramhaltestelle Výtoň.

Verbinde den Vyšehrad mit einem Spaziergang flussabwärts am Rašínovo nábřeží. Samstags findet dort von 8 bis 14 Uhr der Bauernmarkt auf der Náplavka statt. Am Weg liegt das Tanzende Haus mit seiner Aussichtsbar. Eine Erfrischung bekommst du im Areal im Café U Vratislava, laut Betreiber täglich 10–21 Uhr.

Am Infozentrum am Leopoldstor bekommst du Tickets für Führungen und einen Plan des Geländes. Es hat täglich ab 10 Uhr geöffnet, mittags eine Stunde Pause.

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Häufige Fragen zum Vyšehrad

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