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Altstadt und Kleinseite

Karlsbrücke: Statuen, Brückentürme und die beste Zeit für Fotos

Die gotische Steinbrücke verbindet die Altstadt mit der Kleinseite und ist rund um die Uhr frei begehbar. Von den Brückentürmen an beiden Enden siehst du sie von oben.

  • Rund um die Uhr offen, kein Eintritt
  • 30 Statuen und Figurengruppen
  • Zwei Brückentürme zum Aufsteigen
  • Türme in der ersten Stunde zum halben Preis

ab15,00 €pro Person

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Bewertung 4,8 von 54,8
4 Bewertungen
Buchung über Tiqets
Karlsbrücke mit Statuen und Laternen im Abendlicht, dahinter Kleinseite und Prager Burg, vom Altstädter Brückenturm aus gesehen

Die Brücke in Zahlen

Die Karlsbrücke (Karlův most) ist die älteste erhaltene Brücke Prags. Sie ist 515,76 Meter lang und 9,5 Meter breit und ruht auf 16 Bögen aus Sandsteinquadern. An der Altstadtseite steht der Altstädter Brückenturm, an der Kleinseite zwei Kleinseitner Brückentürme mit einem Tor dazwischen.

Die Brücke gehört heute ganz den Fußgängern. Früher fuhren hier Pferdebahn, elektrische Tram und Busse, der Autoverkehr endete 1965. Die Brücke ist jederzeit frei zugänglich; Eintritt kosten nur die Türme.

Von der Altstadtseite kommst du über den Kreuzherrenplatz (Křižovnické náměstí) auf die Brücke, auf der Kleinseite führt die Mostecká weiter zum Kleinseitner Ring und hinauf zur Prager Burg.

Geschichte der Karlsbrücke

An dieser Stelle stand zuvor die Judithbrücke, eine romanische Steinbrücke aus der Zeit um 1170. Ein Hochwasser zerstörte sie 1342. Karl IV. legte den Grundstein für die neue Brücke am 9. Juli 1357 um 5:31 Uhr. Die Zeit war mit Absicht gewählt: Als Zahlenfolge geschrieben (1357 9 7 5 31) ergibt sich eine auf- und absteigende Reihe mit der 9 in der Mitte.

Die Bauleitung hatte Peter Parler, der auch am Veitsdom baute. Fertig wurde die Brücke erst nach seinem Tod, Anfang des 15. Jahrhunderts. Lange hieß sie einfach Steinerne Brücke oder Prager Brücke, der Name Karlsbrücke setzte sich um 1870 durch.

Hochwasser beschädigten sie mehrmals, unter anderem 1432, 1784 und 1890. Im Jahr 1890 rissen angeschwemmte Baumstämme zwei Pfeiler und drei Bögen ein. Zwei große Figurengruppen stürzten dabei in den Fluss.

Die Statuen und der heilige Nepomuk

Auf den Brüstungen stehen 30 Statuen und Figurengruppen von Heiligen. Aufgestellt wurden sie zwischen 1683 und 1928, die meisten zwischen 1706 und 1714. Viele Figuren auf der Brücke sind heute Kopien; die Originale stehen im Lapidarium des Nationalmuseums oder in den Kasematten (Gorlice) auf dem Vyšehrad.

Die bekannteste und älteste ist die Bronzestatue des heiligen Johannes von Nepomuk von 1683. Nepomuk war Generalvikar des Prager Erzbischofs und wurde 1393 auf Befehl König Wenzels IV. in die Moldau gestürzt. Die Legende sagt, er habe das Beichtgeheimnis der Königin nicht verraten. Auf den Reliefs am Sockel siehst du die Beichte der Königin und den Sturz in den Fluss. Viele berühren die Reliefs für Glück; deshalb glänzen sie.

Die Stelle, an der Nepomuk in den Fluss geworfen worden sein soll, markiert ein kleines Messingkreuz mit fünf Sternen auf der Brüstung, zwischen der Statue Johannes des Täufers und der Gruppe der böhmischen Landespatrone. Wer die fünf Sterne mit den Fingern berührt, darf sich laut Überlieferung etwas wünschen.

Die jüngste Gruppe auf der Brücke sind die Heiligen Kyrill und Method von 1928. Die Gruppe des heiligen Franz Xaver von Ferdinand Maximilian Brokof gilt als seine beste Arbeit auf der Brücke; sie stürzte 1890 in den Fluss und steht heute als Kopie da.

Altstädter Brückenturm

Der Altstädter Brückenturm (Staroměstská mostecká věž) wurde nach einem Entwurf von Peter Parler in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts gebaut, von derselben Bauhütte wie der Veitsdom. Das Tor war zugleich ein Triumphbogen auf dem Krönungsweg der böhmischen Könige. An der Seite zur Altstadt sitzen Karl IV. und sein Sohn Wenzel IV., zwischen ihnen steht der heilige Veit.

Zur Galerie steigst du 138 Stufen hinauf. Oben siehst du über die ganze Brücke hinweg zur Kleinseite und zur Burg; das Foto oben auf dieser Seite ist von dort aufgenommen. Ab 1621 hingen an diesem Turm zur Abschreckung die Köpfe von zwölf Anführern des Ständeaufstands, die auf dem Altstädter Ring hingerichtet worden waren, über zehn Jahre lang. Die Seite zur Brücke wurde 1648 bei der Belagerung durch die Schweden beschädigt.

Der Turm ist nicht barrierefrei. Kinder unter 15 Jahren kommen nur mit einer Begleitperson ab 18 hinein.

Altstädter Brückenturm am Ende der Karlsbrücke mit barocken Statuen und Laternen bei Sonnenaufgang
© emperorcosar / Shutterstock.com

Kleinseitner Brückentürme

Auf der Kleinseite stehen zwei ungleiche Türme, verbunden durch ein Tor vom Anfang des 15. Jahrhunderts. Der kleinere Turm ist romanisch und stammt aus dem 12. Jahrhundert, er gehörte noch zur Judithbrücke. Seine heutige Renaissancegestalt bekam er 1591. Im Inneren ist ein romanisches Relief der alten Brücke erhalten.

Der höhere Turm von 1464 ist spätgotisch und greift die Formen des Altstädter Turms auf. Auf seine Galerie kannst du steigen. Von oben siehst du die Brücke von der anderen Seite, mit der Altstadt im Hintergrund, und über die Dächer der Kleinseite hinauf zur Burg. Auch dieser Turm ist nicht barrierefrei.

Die beiden Kleinseitner Brückentürme mit Tor am Ende der Karlsbrücke, dahinter die Häuser der Kleinseite
© cge2010 / Shutterstock.com

Öffnungszeiten und Eintritt der Brückentürme

Beide Türme betreibt Prague City Tourism, die Tourismusorganisation der Stadt. Sie haben dieselben Öffnungszeiten. In der ersten Stunde nach Öffnung kostet der Eintritt jeden Tag die Hälfte.

Altstädter BrückenturmKleinseitner Brückenturm
Januar–März10:00–18:00 Uhr10:00–18:00 Uhr
April–Mai10:00–19:00 Uhr10:00–19:00 Uhr
Juni–September9:00–20:30 Uhr9:00–20:30 Uhr
Oktober–November10:00–18:00 Uhr10:00–18:00 Uhr
Dezember10:00–19:30 Uhr10:00–19:30 Uhr
Erwachsene250 CZK200 CZK
Ermäßigt (6–15 Jahre, ab 65)170 CZK130 CZK
Jugendliche 16–26 Jahre200 CZK160 CZK
Familie (2 Erwachsene, bis 4 Kinder)500 CZK400 CZK
Kombiticket beide Türme340 CZK, ermäßigt 230 CZK, Familie 680 CZK

Laut prague.eu, Stand Oktober 2026. Kinder bis 5 Jahre frei. An Feiertagen um Weihnachten gelten andere Zeiten. Prague City Tourism verkauft die Tickets selbst an den Kassen und online; Tickets aus anderen Quellen sind laut Betreiber womöglich nicht gültig.

Beste Zeit für Fotos und wenig Gedränge

Tagsüber ist die Brücke voll: Maler, Musiker, Gruppen mit Guide und Tagesausflügler. Leer wird sie nur früh am Morgen. Wer kurz nach Sonnenaufgang kommt, hat die Statuen fast für sich und Licht von Osten auf der Kleinseite und der Burg. Abends sind die Laternen an, die Brücke bleibt aber bis spät belebt.

Das klassische Foto der Brücke mit der Burg im Hintergrund machst du von der Galerie des Altstädter Brückenturms. Kombiniere es mit dem Morgenrabatt: In der ersten Stunde nach Öffnung kostet der Turm die Hälfte, und um diese Zeit ist auch oben wenig los. Weitere Fotostandpunkte sind das Moldauufer unterhalb des Kreuzherrenplatzes und die Kampa auf der Kleinseite.

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Taschendiebe und Regeln auf der Brücke

Die Polizei nennt das historische Zentrum sowie Tram und Metro als typische Orte für Taschendiebstahl. Auf der vollen Brücke gilt deshalb: Handy und Geldbörse nicht in die Gesäßtasche, Rucksack nach vorn, beim Fotografieren auf die Tasche achten. Den Notruf der Polizei erreichst du unter 158.

Prague City Tourism bittet Besucher um ein paar Dinge, die auf der Brücke besonders zählen:

  • Keine Liebesschlösser an der Brücke und keine Inschriften auf den Steinen.
  • Keine Stadtführungen bei Verkäufern auf der Straße kaufen. Der Verkauf von Touren auf der Straße ist im Zentrum verboten.
  • Keine Fotos mit Schlangen, Eulen oder Papageien. Die Anbieter arbeiten ohne Genehmigung, die Tiere leiden darunter.
  • Ab 22 Uhr gilt Nachtruhe, und Alkohol in der Öffentlichkeit ist im Zentrum verboten.

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Kampa und Čertovka unter der Brücke

Auf der Kleinseite führt von der Brücke eine Treppe hinunter auf die Insel Kampa. Die heutige Treppe stammt von 1844. Kampa ist eine Insel zwischen der Moldau und der Čertovka, einem künstlichen Seitenarm. Der Park auf der Insel ist 2,65 Hektar groß und lädt zum Picknick ein.

Die Čertovka hieß 1585 noch Rosenberger Graben, den heutigen Namen hat sie vom Haus „Zu den sieben Teufeln“. Wegen der Häuser direkt am Wasser wird die Gegend auch Prager Venedig genannt. An der Čertovka dreht sich das große Rad der früheren Großprioratsmühle, die schon um 1400 hier stand. Am besten siehst du es von der kleinen Brücke über den Kanal.

Mehr Ecken abseits des größten Trubels findest du auf der Seite Prag abseits der Massen, mehr zur Kleinseite unter Prager Stadtviertel.

So kommst du zur Karlsbrücke

  1. Von der Altstadt

    Die Tramhaltestelle Karlovy lázně (Linien 2, 17, 18) liegt rund 200 Meter vom Altstädter Brückenturm entfernt, die Metrostation Staroměstská (Linie A) etwa 250 Meter. Von dort gehst du am Ufer entlang zum Kreuzherrenplatz. Vom Altstädter Ring führt die Karlova zur Brücke.

  2. Von der Kleinseite

    Von der Haltestelle Malostranské náměstí (Tram 12, 15, 20, 22, 23) sind es knapp 200 Meter die Mostecká bergab bis zu den Kleinseitner Brückentürmen.

  3. Weiter zur Burg

    Über die Mostecká zum Kleinseitner Ring, dann durch die Thunovská zur Neuen Schlossstiege und hinauf zum Hradschiner Platz. Alle Wege zur Burg stehen auf der Seite Prager Burg.

Brückentürme und Rundgänge

Das Kombiticket kommt direkt vom Betreiber der Türme. Die Rundgänge führen über die Brücke und erklären, was du siehst.

Beide Brückentürme

Beide Brückentürme

4,8 · 4 Bewertungen

Laut Anbieter Eintritt in den Altstädter und den Kleinseitner Brückenturm; Anbieter ist Prague City Tourism. Den Smartphone-Gutschein tauschst du an der Kasse gegen ein Ticket. Ohne Guide und Audioguide, bis 24 Stunden vorher kostenlos stornierbar.

ab 15,00 €

Details & Buchung
Abendrundgang mit Turm

Abendrundgang mit Turm

Laut Anbieter ein Abendspaziergang über die Karlsbrücke mit Blick auf Burg und Fluss, inklusive Ticket für den Altstädter Brückenturm und Tramticket. Treffpunkt am Kreuzherrenplatz an der Statue Karls IV.

ab 25,00 €

Details & Buchung
Altstadt, Brücke und Burg

Altstadt, Brücke und Burg

4,8 · 7.125 Bewertungen

⏱ 3 Stunden🗣 Deutsch, Englisch, Tschechisch, Französisch, Spanisch, Italienisch

Laut Anbieter ein Rundgang vom Altstädter Ring über die Karlsbrücke und mit der Tram hinauf zum Hradschiner Platz und zur Burg, auch auf Deutsch. Treffpunkt im Büro des Veranstalters in der Maiselova 5. Nicht für Kinderwagen geeignet.

ab 27,00 €

Details & Buchung

Mit dem Boot unter der Brücke

Vom Wasser aus siehst du die Bögen der Brücke und die Häuser an der Čertovka. Weitere Fahrten auf der Moldau, auch abends und mit Essen, stehen auf der Seite Bootstouren in Prag.

Kanalfahrt an der Brücke

Kanalfahrt an der Brücke

4,5 · 4.329 Bewertungen

⏱ 45 Minuten🗣 Deutsch, Englisch, Spanisch, Türkisch, Koreanisch, Chinesisch u. a.

Laut Anbieter eine 45-minütige Fahrt ab dem Karlsbrückenmuseum am Kreuzherrenplatz, vorbei am Teufelskanal und an der Burg. Audiokommentar in 19 Sprachen, darunter Deutsch, Getränke und Eintritt ins Karlsbrückenmuseum sind dabei. Nicht für Rollstuhlfahrer geeignet.

ab 22,57 €

Details & Buchung

Häufige Fragen zur Karlsbrücke

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